Ein Dinner für Zwei – Teil 2

•4. Februar 2011 • Hinterlasse einen Kommentar

Und?“ :sie grinste. „Wie fandest du es?“ :fragte sie ihn. „Eigentlich ganz gut.“ :grinste er zurück. „Und nun? Wollen wir uns die Blaubeerpfannkuchen zum Frühstück machen?“ :fragte er sie. Sie sah ihn an. „Aber natürlich. Da freue ich mich schon die ganze Zeit drauf!“ Wohl nur auf die Pfannkuchen, mh? :dachte er sich spöttisch.

Du musst sie aber machen. Bei meinem Glück wird das sonst nämlich nichts mit dem Frühstück.“ : sagte sie zu ihm. Er stand auf und fing an den Teig für die Pfannkuchen zuzubereiten. „Soll ich mehr machen als sonst?“ :er schaute fragend zu ihr herüber. „Ja, bitte. Ich habe großen Hunger.“ :gestand sie ihm.

Also machen wir mal das Doppelte :dachte er sich. Sie legte ihm einen Schneebesen neben seine Schüssel. „Du willst, dass ich diese Menge mit einem Schneebesen verrühre?“ :er konnte nicht anders als unweigerlich grinsen. „Hast du keinen Handmixer? :fragte er sie. Sie drehte sich um und streckte sich. Der Handmixer war im obersten Fach des Regals untergebracht. Natürlich hätte er ihr jetzt zur Hilfe eilen können. Doch wie war das doch gleich mit der Emanzipation? Er genoss lieber den schönen Ausblick auf ihren hübschen Hintern und sah zu wie sie versuchte an den Mixer zu kommen.

Nach einer Weile brutzelten die Pfannkuchen in der Pfanne und beide unterhielten sich währenddessen. Eins verstehe ich noch immer nicht, ging ihm durch den Kopf, wieso deutet sie nur so oft auf ihre Reise in den Ferien hin. Seitdem wir was zusammen machen, sogar in der Uni schon, kommt sie immer wieder drauf zurück. Möchte sie, dass ich mich dazu äußere? Oder vielleicht versucht sie mir auch klar zu machen, dass das hier nur dem beidseitigen Vergnügen dient. Ich versteh es nicht. Was würde ich drum geben, um ihr mal in die Karten schauen zu können. Er grinste. Ein Pfannkuchen nach dem anderen verließ die Pfanne und wanderte in den Backofen. Nachdem auch der letzte Teig verbraucht und die letzten Blaubeeren platziert waren, konnten sie endlich essen.

Und? Wie schmecken sie dir?“ : er sah fragend zu ihr rüber. „Och ja, ganz passabel.“ :gab sie ihm keck zurück. „Ich werde es ja so genießen wenn ich endlich im Urlaub bin! Man vergisst die Leute, das Land, man vergisst einfach alles, was damit zu tun hat. Einfach alles und jeden.“ :sagte sie. Er legte das Besteck auf den Teller und sah sie an : „Alles und jeden, mh? Das wäre aber sehr schade! Zudem ich mir nicht vorstellen kann, dass du alles und jeden vergisst nur Aufgrund eines 14 tägigen Urlaubs.“ „Ach Florian, vielleicht ist es ja nicht das Land sondern die Leute, die ich besuchen fahre.“ :gab sie ihm zu verstehen.

Aber natürlich! Wie engstirnig muss man eigentlich sein, um das nicht zu begreifen. So was kann auch nur mir passieren, rannte durch seinen Kopf wie eine billige Leuchtreklame, Sie hat die Tage schon mal von ihm erzählt. Und das nicht nur einmal. Darum war es so schwierig ihr in die Karten zu schauen. Er grinste unweigerlich über seine eigenen Gedanken, die sich zu überschlagen drohten. Du hast mal wieder jeden Rat, den du bekommen hast, über Bord geworfen. Du solltest dir Zeit lassen, hat sie gesagt. Du solltest auf keinen Fall etwas überstürzen, hat sie gesagt. Wenn ich ihr davon erzähle, wird sie mir vorhalten : „Wieso willst du einen Rat von mir wenn du ihn doch dann eh konsequent ignorierst?“

Beide aßen auf und es herrschte ein reger Small-talk . Er half ihr abräumen und abwaschen. In seinem Kopf ging immer noch alles drunter und drüber. Sollte er jetzt etwas sagen? Sollte er das einfach so hinnehmen und dieses Essen damit ausklingen lassen? Dass er die Karre in den Dreck gefahren hatte, war ihm mehr als bewusst. Du hast zu ihr gesagt, dass du sie mehr als nur interessant findest. Damit war eine gewisse Tendenz gesetzt und ihrer Andeutung nach zu Urteilen völlig fehl am Platz.

Wollen wir noch etwas machen?“ :fragte er sie. „Du, ich muss echt noch lernen. Ich habe noch zwei Klausuren vor mir und dafür muss ich noch was schaffen.“ :antwortete sie. Damit wäre die Sache dann wohl gegessen, :dachte er sich, im wahrsten Sinne des Wortes.

Sie brachte ihn zur Tür. Nachdem er die Jacke und die Schuhe angezogen hatte, verabschiedeten sich beide von einander. Er hatte das Gefühl, dass er mehr sagen sollte als nur: „Bis bald“ , doch ihm viel in dem Moment nichts ein; was passend gewesen wäre. Und da von ihr nichts mehr kam; drehte er ihr den Rücken zu mit der Gewissheit, dass er wohl so schnell nicht mehr durch diese Tür gehen würde.

Ich möchte diese Geschichte einer Freundin von mir widmen. Sie hat mich in kürzester Zeit durchschaut und wenn ich ihre Ratschläge einmal befolgen würde, hätte ich es wohl deutlich leichter. Ich hoffe ihr dadurch zeigen zu können wie sehr ich sie doch schätze. Ein Dankeschön an die Dame mit dem Krebs auf der Jeans.

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Ein Dinner für Zwei – Teil 1

•3. Februar 2011 • Hinterlasse einen Kommentar

„Da warst du noch etwas lustiger“, glitt ihm über die Lippen und im selben Augenblick wünschte er sich, er hätte den Mund gehalten. „Voll ins Fettnäpfchen!“, dachte er sich. „So? Ich war also lustiger, mh?“, erwiderte sie auf seine Aussage. Habe ich wieder ein Glück, dachte er sich, sie hätte es ja auch überhören können. Er versuchte die Situation zu retten und lenkte geschickt vom Thema ab. Ob sie sich wirklich lenken lies oder einfach nicht weiter drüber reden wollte…nun, das bleibt wohl ihr Geheimnis.

Wie war er eigentlich in diese Situation gekommen? Heute Nachmittag saß er noch ganz entspannt am PC als sich ein kleines Chat-Fenster öffnete und ihm sagte, dass der Nachtisch nichts geworden sei. Nun, das war auch nicht weiter schlimm. Auf den Nachtisch kann ich auch mal verzichten, ging ihm durch den Kopf. „Soll ich sonst noch etwas mitbringen?“, :tippte er auf seiner Tastatur ein. „Einen Nachtisch wenn du unbedingt einen willst und eine Zwiebel wäre gut“: erschien in dem kleinen Fenster. Eine Zwiebel?, dachte er sich, Was will sie denn mit der Zwiebel? Er nahm einen Zettel und notierte auf ihm: Eine Zwiebel auftreiben und Eis kaufen. Kurz darauf entschwand er zum Supermarkt. Er stand vor dem Tiefkühlfach und wusste irgendwie nicht so recht was er nun für ein Eis besorgen sollte. Sie mag bestimmt auch nicht alles, dachte er sich. Er machte die Augen zu. Bewegte die Hand über das Fenster des Tiefkühlfachs und stoppte sie dann. „Gut, also wird es Schwarzwälder-Kirschtorteneis“, flüsterte er vor sich hin. Man man man, was mach ich wenn sie da nicht drauf steht? Was weißt du eigentlich von ihr? Nicht wirklich viel. Aber sie hat etwas an sich. Mit einem leichten Grinsen im Gesicht mogelte er sich an der Schlange der Kasse vorbei und stellte sich irgendwo dazwischen an.

Der Weg zu ihr war die zweite Hürde, die er heute zu nehmen hatte. Zuerst das Eis und nun der Weg zu ihr. Innerlich lachte er und schaute auf seinen Notizzettel. Auf dem man einen mehr oder minder gezackten Strich sehen konnte der ihm anscheinend den Weg weisen sollte. So ein Scheiß! Hätte ich mir mal diesen anderen Straßennamen aufgeschrieben. Nach gut zehn Minuten kam er dann an. Er klingelte und mit einem Surren ließ sich die Tür auch schon öffnen. Im vierten Stock wartete eine zauberhafte Frau in einem trägerlosen schwarzen Kleid mit einem Gürtel um ihrer Taille, der ihren Ausschnitt stark betonte. Verdammt sieht sie gut aus, dachte er sich. Er trat ein, übergab die Tüte und folge ihr in die Küche. Heute Abend sollte es Pittas geben. Er musste gestehen, dass er zuvor noch nie Pittas gegessen hatte und daher nicht wusste, was auf ihn zukommt. Doch das würde heute Abend nichts zur Sache tun. Er würde wohl alles essen, was sie ihm vorsetzten würde. Innerlich grinste er wie ein Honigkuchenpferd.

Nach 15 Minuten war alles vorbereitet und sie konnten essen. Es war äußerst lecker und er war wieder um eine kulinarische Erfahrung reicher. Nach dem Essen half er ihr aufzuräumen und abzuwaschen. Im Anschluss machten sie sich auf den Weg. Gleich nachdem sie ihm ihre Schuhsammlung gezeigt hatte. „Hier sind leider nur die Hälfte meiner Schuhe“, sagte sie zu ihm.

Wieso?“, fragte er, obwohl er sich die Antwort bereits denken konnte. Sie grinste: „Siehst du hier noch Platz?“ „Wohl eher nicht“, erwiderte er und sie schloss die Schranktüre wieder.

Als sie über die Straße gingen, viel ihm auf wie unheimlich glatt es war. Er warnte sie:„Pass bitte auf. Es ist verdammt glatt. Nicht dass du dir noch was tust auf dem Weg zur U-Bahn.“ Doch wie sollte es anders sein. Frauen hören nun mal nicht immer auf das, was man ihnen sagt. In der nächsten Kurve rutsche sie aus. Er half ihr auf und konnte sich das: „Hab ich es dir nicht gesagt?“ nicht verkneifen. Leicht murrend sah sie ihn an und die beiden machten sich wieder auf den Weg.
Der Abend verlief wie er sich das vorgestellt hatte. Ein Essen bei ihr, danach waren sie zum Feiern und bald würden sie aufbrechen. Sie sah auf ihr Handy und schrieb eine Sms. „Du? Sag mal, könnten vielleicht in einer halben Stunde aufbrechen?“, fragte sie ihn. „Klar. Warum nicht. Ist etwas?“, antwortete er. „Eine Freundin von mir hat großen Liebeskummer und ich würde gerne noch zu ihr fahren“, gab sie ihm zu verstehen. Um diese Uhrzeit? Ist es ein Vorwand? Langweile ich sie? Bin ich vielleicht doch mit der Tür ins Haus gefallen und hätte sie nicht so direkt anflirten sollen? Zu viele Gedanken schwebten durch seinen Kopf, als dass er jedem hätte nachgehen können. Sie holten ihre Jacken und gingen raus. Sie scherzte herum und da war er wieder.

Am Ausgangspunkt seiner Überlegung. Du hast es übertrieben? Hast du sie nun vergrault? Innerlich ärgerte er sich in einem unvorstellbaren Ausmaß. Die erste Frau seit langem, die mal wieder interessant schien. Und nun? Sie gingen zur U-Bahn und nun sollten sich ihre Wege trennen. Sie stieg in die eine Linie. Und er in eine andere. Ohne den erhofften „Gute-Nacht-Kuss“ verabschiedeten sich beide. „Bis Dienstag!“, sagte sie zu ihm und zwinkerte ihm zu. Ha! Also musst du doch gepunktet haben, dachte er sich. Er drehte sich um und strahlte wohl so sehr, dass ihn der Typ, der neben ihm in der U-Bahn stand, komisch ansah. Doch das spielte keine Rolle. Er war zufrieden mit sich, dem Abend und der Welt.

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The One – Teil 7 (Abschied…oder…das Ende einer wundervollen Zeit.)

•12. August 2010 • Hinterlasse einen Kommentar

Die Hektik und Unruhe des Flughafens gingen gänzlich an ihm vorbei. Er war mit den Gedanken ganz woanders. Und als er endlich sein Gepäck abgeben konnte, musste ihn die Dame am Schalter erneut aufrufen bevor er seine Gedanken losließ und sich dem Hier und Jetzt zuwandte. Alle seine Gedanken kreisten um die gestrige Nacht. Sie war unglaublich gewesen. Nie zuvor hatte er so eine intensive Nacht verbracht. Doch das war gleichzeitig auch das Schlimme daran. Er vermisste sie. Für ihn was sie alles. Und für sie hätte er wahrlich alles getan. Sie war für ihn so etwas wie die Sonne fürs Universum. Ohne sie ist die Existenz nicht möglich.

Sein Flug zog sich hin und er wollte eigentlich nur noch zurück. Jeder der folgenden Tage verlief wie in Slow Motion. Nur die Momente, die er mit ihr telefonieren konnte, vergingen schneller als ihm lieb war. Er hasste die Zeit des Tages, in der er warten musste. Er fragte sich ob es ihr gut ginge, was sie tat und wie sollte es anders sein, war er auch ein wenig eifersüchtig.

Dann kam ein besonderer Tag. Er schrieb mit ihr über eine Internetplattform und da sagte sie etwas zu ihm, was ihm heute noch in den Ohren klingt. „Es wird nicht mehr“ :schrieb sie ihm. Er begriff nicht so recht, was sie ihm mitteilen wollte. Doch das änderte sich bald als sie anfing zu erklären, dass ihre Gefühle für ihn nicht mehr wurden. Gut, dachte er sich, sie waren jetzt fast drei Wochen voneinander getrennt. Doch nur noch etwas mehr als eine Woche und er wäre wieder bei ihr. Doch all seine Worte fanden keinen Anklang. Immer und immer stärker wurde das Gefühl auf seinen Schultern und in seinem Magen. Er liebte sie. Das stand für ihn völlig außer Frage. Doch sie schien nicht so viel für ihn zu empfinden. Klar hatte sie große Gefühle für ihn, so versicherte sie ihm, doch die Liebe, die er empfand spürte sie nicht.

Ihm war schlecht. Kotzübel könnte man sagen. Er war unruhig. Seine Konzentration war ganz bei ihr. Doch diese Stimme in ihm war alles andere als zuversichtlich. Sie meinte zu ihm: „Lass mir ein wenig Zeit. Ich werde in der nächsten Woche ein wenig nachdenken und dann treffen wir uns wenn du da bist.“ Was bleibt mir übrig :dachte er sich. Er verstand nicht warum jetzt? Warum er? Konnte er nicht mal eine Zeit lang so glücklich sein wie jeder andere? Warum? Diese Frage hielt ihn nachts wach und auch tagsüber war er zu nichts mehr wirklich zu gebrauchen.

Die letzte Woche des getrennt Seins verging nur schleppend, doch sie verging. Dieser dämliche Pilot! :fluchte er innerlich. Schneller! :dachte er sich immer wieder. Die Wolken zogen in einer Ruhe an seinem Kabinenfenster vorbei, dass er die Befürchtung hatte, das Flugzeug würde in der Luft stehen. Dass wenn er aussteigen und laufen würde, er schneller dort wäre. Lange Zeit war er schon nicht mehr so unruhig gewesen. Die Freude von der Familie abgeholt zu werden hielt sich in Grenzen. Sein Kopf war voll. Voll mit Fragen und ihr. Die ganze Heimfahrt über bekam er nur Teile mit, was sie ihm sagten. Es war nur gut gemeint doch am liebsten hätte er sie aussteigen lassen und wäre alleine weitergefahren. Er musste seinen Zorn und Missmut zügeln. Sein Vater ermahnte ihn immer mal wieder nicht so zu rasen.

Endlich zu Hause: dachte er sich. Er schnappte sich sein Handy und rief sie an. „Hey, ich bin es. Hast du Zeit, dass ich vorbeikommen kann?“: fragte er sie. „Klar, komm einfach her.“: erwiderte sie. Im Haus stellte er seinen Koffer ab und vertröstete seine Familie auf später. Er müsste weg und es sei wichtig ließ er verlauten. „Aber natürlich!“: sagte seine Mutter. Sie wusste, was in ihm vorging. Was sollte man auch sonst von einer Mutter erwarten?

Sein Puls raste. Sein Kopf wurde überflutet mit all den schönen Momenten, die sie zusammen hatten. Wieso? :fragte er sich immer wieder. Diese Frage ließ ihn einfach nicht mehr los. Wie per Fernsteuerung fuhr er den Weg zu ihr. Er war so aufgeregt. Fast so aufgeregt wie vor seinem ersten Kuss mit ihr.

Schnell war er bei ihr. Ihre Umarmung tat ihm gut. Sie war vertraut und er wollte sie gar nicht wieder loslassen. Oben fingen die beiden an zu reden. Beide machten ihre Standpunkte klar und zum Schluss waren sie genau so weit wie vorher. Er liebte sie über alles. Kinder, Hochzeit und ein gemeinsames Altwerden. Für ihn war das mit dieser fantastischen Frau gar kein Problem. Für sie war er ein absolut toller Kerl, der ihr unheimlich gut tat. Doch Liebe empfand sie eben nicht für ihn.

Sein Herz schlug ihm bis zum Hals. Er wollte sie nicht verlieren. Für ihn war sie zu einem Lebensteil geworden, ohne den er nicht mehr sein konnte. Sie beschlossen diese Nacht nochmal drüber zu schlafen.

Sie gingen hinab und er zog sich die Schuhe an. Sie blieb eine Stufe höher stehen und konnte ihm so einen angenehmen Abschiedskuss geben. An diesen Kuss erinnert er sich heute noch. Nichts von alle dem hat er vergessen können. Doch dieser Kuss war der letzte Kuss, den er je von ihr bekommen sollte.

Als er heim gekommen war, legte er sich ins Bett und schlief recht schnell ein. Denn in guter Hoffnung durch den Kuss zum Abschied dachte er bereits daran, dass er sie schnell wiedersehen würde. Zwei Stunden später vibrierte sein Handy. Es hatte eine Sms empfangen. Sie war von ihr. Doch diese Sms ließ ihn fallen. Von Wolke sieben ging es hinab zu six feet under. Er überlebte ihn, doch das, was mal sein Herz war, war nun nur noch ein Haufen Staub.

Inhalt der Sms: „Es tut mir leid! Leb Wohl.“

Und so war dies eine Nacht, in der er an niemand anderen als an sie denken konnte. Weinend durch den ganzen Staub des Absturzes schlief er letztendlich ein.

Sein letzter Gedanke war:

Ich liebe dich Helen!

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The One – Teil 6

•5. August 2010 • Hinterlasse einen Kommentar

Vier Jahre war es nun her, dass ihr gemeinsamer Weg begann. Vor solch einer Zeit wurden sie sich vorgestellt. Der junge Mann drückte eine Fernbedienung in der Hand und sein Auto leuchtete auf. Er setzte sich hinein und streichelte übers Lenkrad.
Vier Jahre mein Freund. So lange sind wir schon zusammen unterwegs.“ Und dieser Tag heute sollte wie die Jahre zuvor ein ganz besonderer werden.

Langsam und gut gelaunt fuhr er seinen Wagen aus der Einfahrt. Die letzten Strahlen der Nachmittagssonne an diesem Januartag gingen zu Ende. Mit einem Grinsen machte er sich auf den Weg zu ihr. Sein letzter Tag in diesem Monat, den er mit ihr auskosten konnte. Jeden Moment genießen. Sie bis zuletzt spüren, um mit all den tollen Erlebnissen und Eindrücken abzureisen, um sein Semester zu beenden und anschließend wieder zu ihr zurückkommen zu können. Dieser Tag war sein Tag. Und seinen Tag wollte er nur mit ihr verbringen. Er hatte ihr die Welt zu Füßen gelegt, hätte diese Gabe es vermocht dafür zu sorgen, dass er noch mehr Zeit mir ihr hätte verbringen können.

Der Weg zu ihr schien ihm wie eine Qual, die nicht enden wollte. Als wenn jemand immer und immer wieder auf den Reset-Knopf drücken würde, sodass er diese Strecke von neuem beginnen müsse. Er war ungeduldig sie endlich wieder in die Arme schließen zu können. Nach einer gefühlten Ewigkeit kam er an. Doch was war das für ein Gefühl? Er war froh endlich da zu sein und dennoch hatte er ein Gefühl in der Magengegend, das ihm nicht gefiel. Er musste immer daran denken, dass er sie heute verlassen musste. Dass sein Weg ihn heute wieder von ihr trennen würde. Doch er war nicht diese gefühlte Ewigkeit zu ihr gefahren, um auf den letzten Metern schlapp zu machen. Das war nicht seine Art. Auch mit unruhigem Gefühl stieg er aus. Er klingelte und seine Schöne machte ihm auf. So wie er sich ihr Wiedersehen sehnsüchtig gewünscht hatte, so hatte wohl auch sie drauf gewartet ihn endlich wieder küssen zu können. Er war kaum in die Tür getreten da war er es diesmal der an die Wand gedrückt würde. Innerlich schmunzelte er wie ein Honigkuchenpferd.

Sie gingen hoch und setzten sich auf ihr Sofa. Nach einem Moment der Zärtlichkeit sprang sie auf und setzt sich an ihren PC. Sie konnte es aus einem ihm nicht ganz nachvollziehbarem Grund nicht leiden wenn es zu still war. Sie stellte fix eine Playlist zusammen und wendete sich ihm dann wieder zu. Und diese Zuwendung durfte er sich heute mal ganz besonders gefallen lassen. „Du darfst dir heute an deinem Geburtstag, wünschen, was immer du möchtest“: flüsterte sie ihm ins Ohr. Diesen einen Kuss, den sie ihm gab, wird er wohl sein Leben lang nicht vergessen. Keine Frau zuvor hatte ihm je diese Leidenschaft entgegengebracht wie sie. Es war ein unglaubliches Gefühl, was ihn berauschte. Er liebte sie. Aus ganzen Herzen. Doch es war noch etwas anderes. Er war stolz. Stolz auf sich selbst, dass er diese fantastische Frau erobert hatte.

Als sie beide so dalagen und sie sich an ihn schmiegte, kam eine etwas traurige Stimmung auf. Beide wussten, dass er nun nicht mehr lange Zeit hätte. Seit seiner Ankunft waren fast 4 Stunden vergangen. „Musst du bald los?“: fragte sie ihn. „Ich denke schon.“: erwiderte er mit einer wackeligen Stimme. „Ich will dich nicht alleine lassen!“: sagte er ihr, während er ihr in ihre wundervollen Augen schaute. „Du bist ein Idiot!“: gab sie ihm lautstark entgegen und drehte sich samt der Decke auf die andere Seite. Ich will auch nicht, dass du gehst: dachte sie sich unter Tränen. Er fing an sich anzuziehen. In exakt 2 Stunden ging sein Flieger zurück. Zurück nach Hause? :fragte er sich. Er fühlte sich als wenn dieses Flugzeug ihn in ein Gefängnis bringen würde, in das er sich selbst eingeschrieben hatte. Sehnsucht keimte in ihm auf. Mit jedem Teil, das er anzog und seinem Gehen näher kam, wurde diese Sehnsucht größer. Sie blieb liegen. Er hörte ihr Atmen und wusste, dass sie weinte. Als er fertig war, ging er zu ihr ans Bett und zog sie an sich heran. Er umarmte sie und sagte: „Ich liebe dich!“ Sie sah ihn an und küsste ihn.

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The One – Teil 5

•24. Mai 2010 • Hinterlasse einen Kommentar

 

Er stand vor dem Spiegel und knöpfte sein Hemd zu. Nichts würde ihn davon abbringen heute Abend zu ihr zu fahren: dachte er sich. Das beste Parfüm wurde aufgelegt, die Uhr angelegt, das Portemonnaie eingesteckt. Schnell wurden die guten Schuhe zugeschnürt und der Autoschlüssel geschnappt. Hinter sich zog er die Haustür zu und ging durch die dünne Schneedecke des Nachmittags zur Einfahrt. Friedlich und ruhig sah die Welt aus wenn der Schnee sie bedeckte.  Er stieg in den schwarzen Boliden und die erste Handbewegung war die zum Einschalten der Musik. Er lehnte sich zurück und ließ die Musik auf sich wirken. Je schneller der Takt wurde, desto größer wurde sein Wunsch endlich die Kraft des Motors zu entfesseln und sich auf dem Weg zu ihr ein bisschen auszutoben. Seine Hand führte er zum Zündschlüssel und drehte ihn um.

Das Xenon-Licht blitze auf und mit dem nächsten Bassimpuls schoss er aus der Einfahrt und schnellte die Straße entlang. Für ihn gab es nichts anderes mehr als die Straße. Sie sollte ihn zu seiner Geliebten führen. Ein leichter Schneefall hatte eingesetzt und er musste vorsichtig sein. Glätte hatte schon so manchen von seinem geliebten Ziel ferngehalten.

 

Am anderen Ende der Strecke …

 

Sie stieg aus der Dusche und hüllte ihren nassen Körper in ein Handtuch. Sie trocknete sich ihre Haare und ließ dann das Handtuch fallen. Auf dem kleinen Schränkchen lag ein Hauch von schwarzer Wäsche, die sich perfekt an ihren makellosen Körper anschmiegte. Sie nahm die Strümpfe und stieg vorsichtig hinein. Sanft zog sie sie ihre Beine hoch. Mit dieser unendlichen Zärtlichkeit mit der sie auch ihn faszinierte. Ihm zu Liebe wollte sie heute Abend einen ihrer kürzesten Röcke tragen. Dazu nahm sie ein Top aus dem Schrank, das einen großen Teil ihres schönen Rückens frei ließ und das ihr hübsches Dekolleté unheimlich gut zur Geltung brachte. Zumindest für den Moment wollte sie ihn seines klaren Verstandes berauben. Er sollte sie begehren wie keine andere zuvor. Heute Nacht sollte es nur sie in seinem Kopf geben.

 

Der Schnee gab diesen markanten Ton von sich als er den schwarzen Boliden auf den Hof steuerte. Er fuhr bis vor die Scheune und stellte den Wagen dort ab. Mit einem leichten Lächeln auf den Lippen stieg er aus. Nicht mehr weit: dachte er sich. Gleich bin ich bei Ihr, gleich kann ich sie fest in meine Arme schließen und nicht mehr loslassen.

 

Er stapfte durch den Schnee, die Treppe zum Seiteneingang hinauf. Dann nahm er sein Handy, wählte eine Nummer und kurz darauf erklang eine Frauenstimme, die ihm sagte: „Ich komme sofort  runter und mach dir auf.“ Das Licht im Flur ging an und er sah eine Gestalt die Treppe hinunterkommen. Die Tür ging auf und da stand sie. Endlich hatte er sie wieder, dachte er sich. Er trat hinein, machte die Tür hinter sich zu und umarmte sie. Ihre zarten Lippen küssten seine.

Der Rock war ihm sofort aufgefallen. Ebenso wie das Top und in seinem Kopf spielten sich bereits Szenen ab, die wohl nicht ganz jugendfrei waren. Sie nahm seine Hand, drehte sich um und stieg die Treppen hinauf. Sein Blick wanderte immer wieder an das Rockende. Bei jedem Schritt, den sie machte, konnte er für einen kurzen Moment ihren wunderschönen Hintern bewundern. Sie gingen nach oben und sie schloss die Tür. Er drückte sie gegen die Tür und sie küssten sich leidenschaftlich. Seine Hände wanderten zu ihrem Hintern und er hob sie an. Sie umschlang ihn mit  ihren Beinen. Sie genossen es. Sie genossen es sich zu spüren, einander wieder zu haben. Die Zeit des Wartens hatte bei beiden ihr Verlangen aufeinander wachsen lassen. Sie hielt sich an ihm fest und er ging mit ihr in Richtung ihres Betts. Langsam setze er sie ab und spürte wie ihre Finger begierig sein Hemd öffnend. Als sie mit den Knöpfen fertig war, löste sie den Gürtel und mit ein paar geschickten Handgriffen fiel die Jeans zu Boden. Da stand er nun nur noch in Shorts. Er drückte sie aufs Bett und sie küssten sich. „Warte“: erklang aus ihrem Mund. Er hielt inne. Er würde nie etwas tun, was sie nicht auch tun wollen würde. „Mach bitte die Tür zum Flur zu und schließe sie ab.“ Er stand auf und bewegte sich zur Tür. Er drückte die Tür leise ins Schloss und schloss sie ab. Uns bleibt leider nur der Blick durchs Schlüsselloch. Und dieses zeigt nur die rot leuchtende Herzen-Kette eines schwedischen Möbelherstellers. 

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The One – Teil 4

•9. Mai 2010 • Hinterlasse einen Kommentar

Sie schloss die Tür hinter sich und lehnte sich an die geschlossene Tür. Sie trug Shorts und ein kurzärmliges Streifentop. Keiner ihrer Knöpfe am Ausschnitt war geschlossen und sie ließ ihm einen atemberaubenden Blick auf ihr Dekolleté. Er saß noch immer da und bestaunte sie. Mit ein paar eleganten Bewegungen saß sie auf dem Bett. Sie drehte ihm den Rücken zu und zog ihr Top aus. Er bestaunte ihren wunderschönen, nackten Rücken und zum ersten mal viel ihm das Tattoo auf, dass sie auf dem rechten Schulterblatt trug. Sie legte sich hin und legte die Bettdecke über ihren Hintern. „Kommst du?“: fragte sie. Ohne auch nur einen weiteren Gedanken zu verschwenden setzte er sich neben sie. „Ich bin so verspannt.“: und sie deutete auf ihre Schultern. „Sind es nur die Schultern?“: fragte er neugierig mit einem kleinen Grinsen im Gesicht, da er die Antwort schon erahnen konnte. „Nein.“: schmiss sie ihm keck zurück. Er kniete sich über ihren hübschen Hintern und fing langsam an ihren Rücken zu massieren. Seine Hände wanderten über ihren Rücken. Er massierte ihr den Nacken und als er anfing mit den Fingerspitzen ihr den Kopf zu massieren, schmolz sie förmlich dahin.

Als er sich wieder ihrem Rücken zuwenden sollte, ließ er von ihr ab und küsste sanft ihren Rücken. „Sollst du das tun?“: bekam er zu hören. Er grinste nur und begann langsam weiter aufwärts zu wandern. Schlussendlich küsste er ihren Nacken und sie bekam eine Gänsehaut. Als er sich nun neben sie legte und die Decke ansah war sie bereits ganz unter der Decke verschwunden. Er spürte wie ihre Hand ihn langsam streichelte. Er drehte sich auf die Seite und sah ihr in die Augen. Was hätte er drum gegeben, nun zu wissen was sie wohl dachte. Er spürte ihre Hand in seinen Nacken und wie sie ihn zu sich zog. Sie küsste ihn. Leidenschaftlich und doch mit so einer unvorstellbaren Zärtlichkeit. Es fühlte sie so gut an: dachte er. Kein Zweifel, der ihn den Tag über beschäftigt hatte, meldete sich. Er konnte es genießen. Jeden einzelnen Kuss von ihr. Er spürte sie. Das Einzige. was ihn jetzt wirklich störte, war, dass in sechs Stunden ihr Flugzeug nach Hause gehen sollte und dass er dann über Weihnachten von ihr getrennt war. Doch diese paar intensiven Stunden sollten ihm gehören.

Dann ging alles ganz schnell. Er servierte das Frühstück am Bett und dann brachen beide auch schon recht schnell auf. Am Bahnhof angekommen durchströmte ihn ein Gefühl das er nicht beschreiben konnte. Er wollte nicht gehen. Er wollte nicht einen weiteren Schritt mehr machen. Der Bus schien ihm wie etwas, das sie ihm entreißen würde. Er hätte gerne die Zeit zurückgedreht und würde jetzt viel lieber auf den Bus warten, aus dem sie ausstieg als nun selbst einzusteigen und aufzubrechen. Sie setzen sich etwas weiter nach hinten und kurz darauf fuhr der Bus auch schon los. Er sollte nach 45 Minuten den Flughafen erreicht haben. Nach kurzer Zeit jedoch spürte er wie sich ihr Kopf an ihn lehnte und sie eingenickt war. Der Bus hielt vor dem Flughafen und er wecke sie mit einem zärtlichen Streicheln über ihre Wange. Es war ein grauer Wintertag und ein leichter Schneefall hatte eingesetzt. Er schnappte sich ihre beiden Koffer und sie suchten nach ihrem Terminal. Nach dem Einchecken musste sie noch einen Moment aufs Boarding warten. Sie suchten sich ein Café und verbrachten dort ihre restliche Zeit. Dann sollte es losgehen. Schnell fanden sie ihre Sitze und kurz darauf rolle der Flieger auch schon auf die Startbahn. Ihr Flug sollte nur eine Dreiviertelstunde dauern und dann wären sie fast wieder zu Hause. Am Flughafen angekommen machte er ihr das Angebot sie nach Hause zu fahren. Es wäre die schnellste und angenehmste Art und Weise gewesen für sie nach Hause zu kommen. Er hätte sie vor die Tür gefahren, ihren Koffer hoch getragen und dann wäre er gegangen. Doch ihr Sturkopf verhinderte dies. Sie dachte, weil er sie das ganze Wochenende verwöhnt hatte, müsste sie nun ihm entgegenkommen und ihn nach Hause fahren lassen. Ohne den Umstand sie erst noch nach Hause fahren zu müssen. Sie verstand jedoch nicht, dass er das gerne getan hätte. Dass er das getan hätte, um einfach noch etwas Zeit mit ihr im Auto verbringen zu können. So nahm er sie in den Arm. Er drückte sie fest und wollte sie nicht wieder loslassen. Da flüsterte sie ihm ins Ohr: „Ich erwarte dich in 3 Tagen um 20.00 Uhr bei mir.“ Er ließ von ihr ab, sah ihr in die Augen und sah, dass sie ganz rot waren. Dass sie sich zusammenreißen musste nicht zu weinen. So nahm er seinen Koffer und sagte: „Bis in drei Tagen meine Schöne“

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The One – Teil 3

•4. Mai 2010 • Hinterlasse einen Kommentar

Als sie aus dem Bad kam, war er angezogen und bereit. Doch wo sollte es hingehen? Sollten sich die beiden die Stadt ansehen? Den kunstvollen Dom? Oder lieber das prachtvolle Schloss? Doch bei dem Wetter? Es war bereits Nachmittag. So entschlossen die beiden nichts zu machen. Sie genossen es, auf dem Sofa zu sitzen und einander zu spüren. Schnell wurde es auch wieder mehr zwischen den beiden.

So verbrachten die beiden den Rest des Tages im Bett. Abends als sie Hunger bekamen, zog er sich an und schnellte zum Italiener um die Ecke. Nudeln mit vier Käsesorten für sie und Pizza für ihn.

Morgen ist unser letzter Tag. Denn wir würden am Montagmorgen so früh aufbrechen müssen, dass wohl nicht mal Zeit bleibt für ein Frühstück“ :dachte er sich.

Sie aßen gemeinsam im Bett und kuschelten zusammen vor dem Abendprogramm des Fernsehens. Es wurde, nach der anfänglichen Trägheit des Essens, eine sehr aktive Nacht. Es war als wenn es kein Morgen mehr geben würde und sie gaben sich einander hin als wären sie schon ewig vertraut. Doch zu weit gingen sie nicht. Sie wollte es nicht. Er konnte versuchen, was er wollte. Sie blieb bei ihrem ‘Nein’. Sie war eben durch und durch ein Sturkopf. Dieses ‘Nein’ sollte jedoch beide nicht davon abhalten weiterhin ihren Spaß zu haben. Sie genoss es all ihre Sorgen und Probleme einfach mal auszublenden. Man hörte, dass es ihr gefiel. Wäre sie eine Katze gewesen, so würde sie wohl nicht mehr aufhören zu schnurren.

Der Tag brach an. Für beide zwar erst gegen Mittag aber sie wollten ja erneut auf die Jagd nach schönen Shoppingsachen gehen. Er stimmte zu, denn er hatte die Chance darauf ein Weihnachtsgeschenk für sie zu finden. Doch was sollte er ihr schenken? Wie würde es zwischen ihnen weitergehen? Er studierte in Wien und sie wohnte in Deutschland, 1000km von ihm entfernt.

Würde das gut gehen? Er würde zwar mit ihr nach Hause fliegen doch 14 Tage Semesterferien sind so kurz. All diese Fragen quälten ihn und er hoffte darauf, dass sie so viel für ihn empfinden würde wie er für sie. Er wollte einfach alles. Sie war perfekt für ihn. Ihre funkelnden Augen, ihr strahlendes Lächeln, ihre sanften und zarten Berührungen. Seit dem ersten Kuss wollte er sie mehr als alles andere. „Doch will sie das auch?“ Die Frage quälte ihn. Es war wohl die Frage, die ihn am meisten beschäftigte. Er wollte es doch so gerne wissen.

Nach einer gewissen Zeit des Überdenkens und Zögerns fragte er sie was sie für ihn empfände. Doch war das wirklich, was er hören wollte? Denn sie sagte ihm, dass sie ihn zwar mochte, sehr sogar, dennoch nicht wusste ob es wirklich für eine Beziehung reichen würde. In diesem Moment wusste er nicht, was ihn ihm passierte. Sein Magen verkrampfte sich und es fühlte sich an als wenn Steine in ihm rumoren würden. Diese Antwort war absolut nicht die, die er erwartet hatte. Er wollte doch mehr. Er wollte sie für sich. „Und nun? Was würde nun geschehen?“ Das, was er nun spürte und empfand, wollte er nicht wieder hergeben. Er wollte sie nicht wieder hergeben. Immer wenn sie ein Geschäft verließen, brachte der Schnee, der ihm ins Gesicht flog ihn wieder in die Realität. Er kämpfe mit sich ein Lächeln raus zu bringen, wenn er sie ansah. Er wollte sie umarmen und nicht wieder loslassen. Innerlich war ihm zum Heulen zu mute weil er einfach nicht wusste ob und wie es weitergehen würde. Er hatte ihr unbeabsichtigt sein Herz geschenkt. Und nun? Sollte er nun einen Scherbenhaufen wiederbekommen? Nach so kurzer Zeit? Ihn quälten viele Fragen und die Motivation, die ihn hergeführt hatte, rückte ihn weite Ferne. Es war bereits dunkel geworden und der Wind hatte wieder aufgefrischt. Bald fragte sie ihn ob er damit einverstanden sei, dass sie gehen würden. Er nickte. Sie nahm seine Hand und sie gingen zur U-Bahn. Nach 15 Minuten waren beide wieder bei ihm. Sie sprang unter die Dusche und er setzte sich auf das Sofa. „Warum?“ Dieser Gedanke ging nicht mehr hinaus aus seinem Kopf. Warum sollte ihm das Schicksal nur solch einen Streich spielen. Doch als die Tür aufging begriff er, dass das Schicksal noch eine Menge Überraschungen für ihn parat hielt.

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